Dieses Naturabenteuer schlägt den großen Bogen rund um den Svalbard-Archipel zum weltgrößten Nationalpark in Nordostgrönland. Aktiv lüften Sie die Geheimnisse des hohen Nordens: mit bizarrem Gletschereis, steilen Bergflanken und dem längsten Fjordlabyrinth der Erde.
Expedition Spitzbergen-Umrundung und Nordostgrönland: Wildnis, Weite, Wandel – Arktis intensiv
Impressionen
Bildnachweis: © Hapag-Lloyd Cruises
Sonderflug Deutschland – Longyearbyen
Longyearbyen/Spitzbergen/Norwegen, Abfahrt 20.00 Uhr
Spitzbergen-Umrundung
(Ny Alesund, Smeerenburgfjord, Raudfjord, Liefdefjord, Bockfjord, Fahrt durch die Hinlopenstraße, Nordaustlandet, Fahrt durch den Freemansund, Barentsøya, Hornsund)
Die Wunder der Arktis fliegen einem nicht einfach so zu – man muss sie sich erobern. Das gilt auch für Spitzbergen. Wo Natur, Wetter und Eis den Verlauf der Route bestimmen, zahlen sich die langjährige Polarerfahrung der Crew und die höchste Eisklasse für Passagierschiffe aus. Immer wieder steigen Sie in die Zodiacs, etwa um eisige Gletscherkanten zu bestaunen oder in einsamen Buchten anzulanden. Ihr Expertenteam vermittelt bei Vorträgen an Bord und bei zahlreichen Spaziergängen fesselndes Hintergrundwissen. Mit etwas Glück und aus respektvollem Abstand beobachten Sie Eisbären, Wale, Polarfüchse und Walrosse.
Für große Polargeschichte und internationale Forschung ist die kleine Siedlung Ny Alesund bekannt. Die nördlichste dauerhafte zivile Forschungsstation der Welt widmet sich der Meteorologie sowie Untersuchungen zur Klimaerwärmung und von Polarlichtern. Rund 30 Personen leben hier im Winter und etwa 120 Personen im Sommer. In Ny Alesund befindet sich das nördlichste Postamt der Welt.
Eine beeindruckende arktische Landschaft aus steilen Bergen umgibt den Smeerenburgfjord. Wenn Ihr Expeditionsschiff hier kreuzt, eröffnen sich Ihnen fantastische Gletscherpanoramen. Beim Landgang zeigt sich vielleicht der scheue Polarfuchs.
Überraschende Farbakzente setzt der Raudfjord, dessen Berghänge auffallend rot schimmern. Diese roten Sandsteinberge sind es auch, die dem Fjord den Namen „roter Fjord“ gaben. Gehen Sie mit den Zodiacs an Land und genießen Sie die arktische Stille und Einsamkeit.
Im Liefdefjord rückt der majestätische Monaco-Gletscher in Ihren Fokus. Von der 5 km breiten Abbruchkante stürzen immer wieder Eisblöcke in den Fjord. Schauen Sie gespannt von Deck oder vom Zodiac aus zu. Der Gletscher wurde zu Ehren von Fürst Albert I. von Monaco benannt, der das Gebiet 1906 und 1907 mit Gunnar Isachsen erforschte.
Die Arktis lässt niemanden kalt – erst recht nicht bei den heißen Quellen im Bockfjord. Um diese herum haben sich Sinterterrassen aus Kalkstein gebildet, einzigartig auf ganz Spitzbergen. Das Wasser in den Quellen ist Grundwasser, das so erwärmt wird, dass die Temperatur an der Oberfläche das ganze Jahr über 20 °C oder mehr beträgt.
Eine fast mystische Stimmung umgibt Sie bei der Fahrt durch die Hinlopenstraße, wenn deren bräunlich bis schwarz gefärbten Strände und Felsen von Nebel und Eis bedeckt werden. Vielleicht sichten Sie erneut Wale.
Besonders gewichtige Beobachtungen lassen sich womöglich auf Nordaustlandet machen, im ureigenen Revier der Walrosse: Die schweren Kolosse nutzen die flachen Strände oft als Liegeplatz. Die mächtigen Bullen können über 1 t schwer und 3,5 m lang werden.
Wenn die Wetter- und Eisbedingungen es erlauben, fahren Sie durch den engen Freemansund. Halten Sie die Augen offen: Wale suchen die geschützten Biotope vor Spitzbergen auf und begleiten gerne streckenweise Schiffe, die den Archipel passieren.
Auf Barentsøya sichten Sie vielleicht Rentiere in blühender Natur. Die Insel ist auch ein wichtiges Gebiet für Eisbären, die hier ihre Jungen zur Welt bringen. Mit Glück ergibt sich die Chance, die Tiere aus sicherer Entfernung vom Schiff aus zu beobachten.
Wie die großen Pioniere bahnen Sie sich den Weg entlang einsamer Küsten – auch zum Hornsund, an dessen Ufer Hunderttausende von Krabbentauchern leben. Tranöfen, Wohnhäuser und Gräber sind die wichtigsten Überreste des frühen europäischen Walfangs: In Spitzbergen sind etwa 50 Walfangstationen registriert, diese Anlage ist eine der ältesten und stammt aus der Zeit, als der Walfang noch von Land aus betrieben wurde.
Entspannung auf See
Nordostgrönland-Nationalpark
(Sabine Ø, Clavering Ø, Kaiser Franz Josef Fjord, Ella Ø, König Oskar Fjord)
Eine ferne Inselwelt, die meiste Zeit des Jahres in Eis gehüllt, mit Bergen bis weit in den Himmel, von Menschen unberührt: Nordostgrönland gilt als die schöne Unbekannte. Deshalb sind hier im Geschichtsbuch der Entdecker noch immer Seiten frei – für Sie! Ihr Expeditionsschiff bewegt sich auf flexiblem Kurs zu den tiefen Fjorden des Nordostgrönland-Nationalparks – weltgrößter seiner Art und Heimat von Moschusochsen, Eisbären, Polarfüchsen und Schneehasen. Eine Region Grönlands, die in ihrer Mächtigkeit schlicht beeindruckend ist. Menschen werden Ihnen hier kaum begegnen, dafür aber spannende Historie und Natur.
Sabine Ø liegt nur wenige Kilometer östlich der Halbinsel Wollaston Forland und wurde durch Europäer im August 1823 entdeckt. Hier sind Feuerplätze der Prä-Inuit und Reste von Wohnstätten zu finden, die der Thule-Kultur zuzurechnen sind.
Clavering Ø wurde von der Zweiten Deutschen Nordpolar-Expedition 1869/70 unter Carl Koldewey nach Douglas Charles Clavering benannt, einem britischen Polarforscher, der diese Region im Jahr 1823 erforscht hatte. Clavering war hier auf eine Gruppe von zwölf Inuit gestoßen, seine Expedition blieb allerdings die erste und letzte Begegnung von Europäern mit dieser Inuit-Gruppe: Koldewey fand nur noch halb verfallene Hütten der Nordostgrönländer vor, die vermutlich um 1850 ausgestorben waren.
Geschichten der Geologie und Glaziologie offenbaren sich Ihnen im Labyrinth des Kaiser Franz Josef Fjords. Steil aufragende Felswände wechseln sich mit Gletscherzungen ab, von denen kleine und große Eisberge ins Meer driften.
Die dreieckige Ella Ø fasziniert mit einer fast 1.200 m hohen Bergflanke. Die Insel wurde 1899 von einer Expedition des schwedischen Polarforschers Alfred Gabriel Nathorst entdeckt und von diesem nach seiner Frau benannt. Nathorst fand hier, erstmals in Ostgrönland, Fossilien aus dem Kambrium.
Dramatische Berge, Gletscher und weite Tundra schmücken die Ufer des König Oskar Fjords. Werden Ihre unvergesslichen Eindrücke der grönländischen Ursprünglichkeit hier vielleicht von der Sichtung eines Eisbären gekrönt?
Grönlands Ostküste (Scoresbysund)
Ein Ort der Superlative erwartet Sie im Scoresbysund, dem längsten Fjordsystem der Welt. Grönlands höchste Gebirge, beeindruckende Gletscherlandschaften und glitzernde Eisberge prägen das Areal. Steile Felswände ragen Ehrfurcht einflößend empor und bilden einen rauen Hintergrund für faszinierende Eisskulpturen, deren Weiß sich im Wasser spiegelt. Bei einer Wanderung durch die herbstliche Tundra beobachten Sie vielleicht Polarfüchse.
Entspannung auf See
Tromsø/Norwegen, Ankunft 05.00 Uhr
Sonderflug Tromsø – Deutschland
Enthalten
- Linien-/Charterflug (Sonderflug) ab/bis Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu den Häfen in Spitzbergen (Longyearbyen) bzw. Nordnorwegen (Tromsø) und retour (im Reisepreis enthalten)
- Transfers zur Ein- und Ausschiffung
- Hinweis: Abflughafen wird ca. 3 Monate vor Abreise mitgeteilt; Anschlussflüge/Hotelübernachtungen gegen Aufpreis.
- Vollpension an Bord der HANSEATIC nature
- Alle Zodiac-Anlandungen und -Ausflüge
- Umfassendes Vortragsprogramm durch Expedition Leader und Spezialisten
- Erfahrenes, mehrsprachiges Expeditionsteam
- Stiefel- und Expeditionsausrüstungs-Verleih
- Trinkgelder für Crew und Expeditionsteam
- Außenkabine mit Meerblick
- Nutzung aller Bordeinrichtungen
Zusätzlich
- Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung (empfohlen)
- Auslandskranken- und Notfallversicherung inklusive Krankenrücktransport (obligatorisch)
- Trinkgelder an Bord
- Sitzplatzreservierung im Flugzeug
- Visa- und Passgebühren (falls erforderlich)
- Nicht ausdrücklich genannte Transfers
- Eventuell anfallende örtliche Taxen, direkt vor Ort zu begleichen
Hinweise
- ›Bordsprache: Die offizielle Bordsprache an Bord ist Deutsch. Alle Durchsagen, Vorträge, Menükarten und Tagesprogramme werden ausschließlich auf Deutsch angeboten. Die Crew ist international, spricht aber durchgehend auch sehr gutes Deutsch.
- ›Bei einer Expedition kann eine Änderung des Fahrplans notwendig werden. Je nach Wetter- und Eisbedingungen entscheidet der Expeditionsleiter und der Kapitän über die bestmögliche Alternative. Begegnungen mit den erwähnten Tieren können nicht garantiert werden.
- 1× kostenlose Umbuchung bis 90 Tage vor Reise
- Stornierung gegen geringe Bearbeitungsgebühr bis 180 Tage vor Reise
- Reiserücktrittsversicherung optional buchbar
- Buchbar nach Verfügbarkeit
- Reiserücktrittsversicherung optional auf Anfrage
- Eingeschränkte Umbuchungs-/Stornierungs-Konditionen
HANSEATIC nature
Für maximal 230 Gäste auf 230 Mitarbeiter konzipiert, bietet das Schiff persönlichste Betreuung in 120 Außenkabinen — alle ab 21 m². Die fortschrittlichste Antriebstechnologie und 17 Zodiacs ermöglichen Anlandungen selbst in entlegensten Regionen.
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